Interview: Fragen an die BürgerUnion

Haben sie ein Zukunftsmodell für unser Land? Und wie sieht es aus?

Die BürgerUnion propagiert und verfolgt die Erlangung der Freiheit für Südtirol und die Wiedervereinigung Tirols in der Freien Europaregion Tirol.

Wir geben uns jedoch nicht mit der aktuellen, als Europaregion vermarktete Euregio Tirol/Südtirol/Trentino zufrieden. Wir wollen ein souveränes Tirol in den alten historischen Grenzen Tirols, auf der Grundlage des Selbstbestimmungsrechtes der Völker.

Welche Vorteile sehen Sie bei ihrem Model im Vergleich zu anderen Modellen/Lösungsvorschlägen?

Es ist die Möglichkeit, die Landeseinheit herzustellen. Aufbauend auf die bereits operative Euregio Tirol/Südtirol/Trentino und gestützt auf das Madrider Abkommen wollen wir die Freie Europaregion Tirol auch unter Anwendung des Selbstbestimmungsrechtes erreichen. Somit ist die Freie Europaregion Tirol einerseits bereits auf den Weg gebracht. Andererseits ist sie die einzige Lösung, bei der Südtirol sich von Italien befreien kann, ohne dabei  aus der Europäischen Staatengemeinschaft ausgeschlossenzu werden und ohne vom Wohlwollen Wiens, das  zunehmend im Sinken begriffen ist, abhängig zu sein. Tirol hat alle Trümpfe für seine Freiheit in der Hand.

Hat Ihr Modell auch Schwachpunkte?

Die Freie Europaregion Tirol nicht leicht zu vermitteln und es wird oft mit der bereits operativen Euregio Tirol/Südtirol/Trentino verwechselt. Und die Nord- und Osttiroler müssten aktiv daran arbeiten.

Was sind die mittel- bzw. langfristigen Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele?

Am Ende des Prozesses muss eine Volksabstimmung im Sinne des Selbstbestimmungsrechtes stehen, an der sich alle Landesteile beteiligen. Die ersten Schritte sind bereits gesetzt. Das Madrider Abkommen und die Euregio stellen die Startpunkte dar. Wir haben bereits mehrere Gesetzesinitiativen und Beschlussanträge im Südtiroler Landtag, aber auch im Dreierlandtag eingebracht. Wir wollen eine schrittweise Stärkung und Übertragung von Kompetenzen an die Euregio, um so das Ziel der Freien Europaregion schrittweise, aber zielsicher zu erreichen.

Die Europaregion Tirol ist zu institutionalisieren. In Brüssel sind entsprechende Schritte zu setzen.

Am Ende muss eine mit Kompetenzen gefüllte Freie Europaregion Tirol stehen, die sich schrittweise von den Nationalstaaten losgesagt und ein neues souveränes Gebilde errichtet hat. Tirol wird wiedervereint, frei und souverän.

In welchem zeitlichen Rahmen können Sie sich vorstellen, dass Ihre Ideen umgesetzt werden können?

Es ist ein Prozess der 10 bis 15 Jahre in Anspruch nimmt. Die Geschichte lehrt uns, dass gewisse Entwicklungen manchmal durch unvorhergesehene externe Einflüsse beschleunigt werden.

Wie möchten Sie die Bevölkerung von ihrem Modell überzeugen?

Mit dem Argument der Landeseinheit Tirols in einer Freien Europaregion Tirol. Wir müssen ein Landesverfassungsmodell vorlegen, die Machbarkeit belegen und vor allem den Menschen die Vorteile dieses Modells für ihr tägliches Leben aber auch für die Zukunftssicherung von Volk und Heimat beweisen.

Zukunft: Wo sehen Sie unser Land im Jahr 2025?

Auf der Zielgerade zur Freien Europaregion Tirol, zur Landeseinheit.

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